Verräterische Körpersprache

Schon winzige Gesten entscheiden darüber, ob Bewerber punkten oder in Gehaltsverhandlungen erfolgreich sind.

Bei der ersten Begegnung mit einem Fremden ist es vollkommen egal, was wir erzählen. Unser Gegenüber nimmt fast ausschließlich unsere Körpersprache wahr. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen gehen nur sieben Prozent des Eindrucks, den wir hinterlassen, auf das tatsächlich Gesagte zurück.
Das gilt in Bewerbungsgesprächen ebenso wie bei Gehaltsverhandlungen […]. Umso wichtiger ist es, in solchen Situationen die eigenen Signale zu kontrollieren und die des Gesprächspartners richtig zu deuten.
Die Psychologin und Körpersprache-Expertin Monika Matschnig erläutert in ihrem Ratgeber “Körpersprache” verschiedene Gesten, die auch im Business nützlich sind. “Besonders wichtig sind immer die Hände als unser Aushängeschild“, erklärt sie.

Matschnig empfiehlt, im Stehen die Arme einfach locker neben dem Körper hängen zu lassen. “Anfangs mag einem das komisch vorkommen, aber mit ein bisschen Übung gewöhnt man sich daran.”
Ebenso wichtig wie die Hände ist der Gesichtsausdruck. Oft genug steht es Menschen ins Gesicht geschrieben, was sie über andere denken. Doch geübte Manager und Personaler haben sich unter Kontrolle – dann verrät nur ein kleines Zucken der Mundwinkel, was in ihrem Kopf vorgeht. Spitzen sie etwa kurz die Lippen, prüfen sie das gerade Gesagte ganz genau.

In Gesprächen […] sitzen die Beteiligten in der Regel gemeinsam am Tisch. Auch hier verraten viele Details, wie es um die Verhandlungen steht.

Auch die Position der Finger lässt Rückschlüsse auf die Gedanken des Gesprächspartners zu. “Bei den Kinn-Hand-Gesten macht es einen großen Unterschied, welcher Finger welche Position einnimmt”, erklärt Matschnig. “Man sollte deshalb immer sehr genau darauf achten.”

Ob eine Präsentation zum Erfolg wird, hängt entscheidend davon ab, wie man sich auf der Bühne gibt.

© Aus Monika Matschnig: Körpersprache. Verräterische Gesten und wirkungsvolle Signale. Gräfe und Unzer Verlag, München 2007 ISBN: 978-8338-0789-3

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